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Heiko Maas ist Liebe. Heiko Maas ist Leben.

Ich durfte das neue Buch bei einer Veranstaltung im brutalistischen Gebäude des Ministeriums für Wahrheit und Gedanken in den Händen halten.

Kaum hatte ich auf einem der etwas zu harten Stühle platz genommen, wurde es dunkel im spärlich besetzten Raum, die Türen flogen auf und im Lichte des Scheinwerfers trat herein – die Fäuste wie ein Boxer zum Himmel gereckt – Heiko Maas. Jubel-Jusos schrieen sich die Lungen aus dem Leib und klatschten, bis das Blut auf den Teppichboden tropfte. Aus den Lautsprechern dröhnte Kanye Wests „I am a God“, dann, auf Anweisung des Ministers, gleich noch einmal. Schließlich, nachdem er etwa zehn Minuten mit der eingehenden Beobachtung seines Publikums verbracht hatte, setzte sich Heiko Maas hinter den mit Mikrofonen bepflanzten Resopaltisch, griff sich ein paar seiner Bücher und schob sie sich unter den Hintern, damit er wenigstens die Ellenbogen auf dem Tisch aufstützen konnte. Stille. Auf Plakaten hatte das Photoshopteam des Ministeriums Heikos Buch in die Hände treuer Maoisten gesetzt. Auf einem hielt Charlton Heston als Moses statt der zehn Gebote gleich zwei Ausgaben des noch eingeschweißten Werks in den Händen. 

Eine Frau drei Reihen hinter mir hustete und wurde sofort vom Sicherheitsdienst wegen Störung des Friedens aus dem Raum getragen. Heiko Maas klopfte gegen das Mikro, lächelte und hauchte ein „Die AfD.“ hinein, und ich holte mein Handy aus der Hosentasche, um meinen Rekord bei Temple Run 2 zu brechen. Es ging über Baumstämme und über Wasserfälle, durch den tiefsten Dschungel und hinein in dunkelsten Katakomben verlassener Ruinen. Plötzlich klatschte es Beifall, ich klatschte mit. Heiko Maas war glücklich.

„Dieses Buch reiht sich ganz wunderbar in Ihre Erfolgsserie mit ein.“, hechelte ein Parteifreund, der neben Heiko Maas auf die Knie gegangen war und sich von ihm das bunte Haar tätscheln ließ. Zwischenzeitlich hatte sich auch Sigmar Gabriel eingefunden, der nebenan auch sein neues Buch der Weltgemeinschaft präsentierte. Freundschaftlich debattierten Heiko Maas und er darüber, wo sie nun essen gehen würde. „Um diesen weiteren Erfolg zu feiern“, sagte Maas, „würde ich echt gerne ein Happy Meal bei McDonalds essen, das wäre schön.“ Aber Gabriel schüttelte mit dem Kopf, zeigte auf seinen Bauch und sagte „Sorry.“ Aus Richtung des Kanzleramts hörte man das polternde Gelächter Peter Altmaiers, der gerade herzhaft in eine Handvoll besenfter Frankfurter biss. 

Die Veranstaltung war vorbei. Heiko Maas holte mit seinen kurzen Beinen Schwung und sprang vom Stuhl. Bevor er durch die für ihn geöffneten Türen schritt drehte er sich noch einmal um, sah mit seinen schimmernden kleinen Augen in die meinen, warf mir sein gewinnendes Colgate-Lächeln zu und eine signierte Ausgabe seines Opus Magnum gleich hinterher. Schwer wog es in meinen Händen. Bei gerade mal 256 Seiten müssen der Buchdeckel und das Papier eben mehr als der Inhalt ins Gewicht fallen.

Wenn ich nicht schlafen kann, ist mir Heikos Buch ein weiches Kissen.

Danke für alles.

 Diese Rezension von JFLR auf Amazon ist kaum zu toppen und skizziert ganz herovrragend den Geist des Buches, welches aus der Feder unseres Justizministers (!) stammt. Fünf Sterne gab der Rezensent, vielleicht um einer "Mißbrauchsmeldung" zu entgegen? Nicht schlecht, ähnliche Strategien werden sich auch beim Zensurportal FB entwickeln, um den lästigen Sperren zu entgegen. Not macht erfinderisch in postdemokratischen Zeiten. Und in denen befinden wir uns schon lange. Wer es nicht glaubt, für den ist "Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts" von Heiko Maas ein brandheißer Lesetipp.

Sehr lesenswert sind übrigens auch beinahe alle anderen Rezensionen. Beruhigend zu sehen, dass es doch noch so viele intelligente, kritisch denkende Menschen gibt:

Kundenzezensionen "Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts"

26.6.17 11:17


Doch in Deinem Namen

Was wurden am vergangenen Wochenende mal wieder für Anstrengungen unternommen, um den "zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückten Islam" zu rehabilitieren. Während Frauenrechtlerin und Rechtsanwältin Seyran Ates in Berlin eine Moschee eröffnete, in der Männer und Frauen gemeinsam beten dürfen, organisierte die Religionslehrerin Lamya Kaddor einen Friedensmarsch in Köln.

Die erste Aktion hatte nicht nur massive Proteste von Muslimen weltweit zur Folge, sondern führte auch zu Morddrohungen gegen Seyran Ates. Dass hier zukünftig Männer und Frauen gemeinsam beten, wenn die Kameras sich mal verzogen haben, darf ernsthaft bezweifelt werden.

Bei der zweiten Aktion hatte sich Initiatorin Lamya Kaddor das Ziel gesetzt, tausende Muslime nach Köln zu lotsen, die auch durch ihre große Zahl zum Ausdruck bringen, dass sie islamischen Terror nicht gutheißen und auf diese Weise ein Zeichen setzen. Und das haben sie: Die Muslime weigerten sich unter dem Motto „Nicht in meinem Namen" gegen den Terror auf die Straße zu gehen. Das Motto der Demo ist folglich umzudrehen: „Doch in Deinem Namen".

Statt der ohnehin nur erwarteten 10.000 Muslimen fanden sich nur wenige hundert Menschen ein. Und auf allen verfügbaren Bildern ist deutlich zu sehen: die absolute Mehrheit waren keine Muslime. Vielleicht waren es in Summe 100. Vielleicht 200. Mehr nicht. Jede türkische Hochzeit ist größer.

Es ist an der Zeit, dass der deutsche Teddybärenwerfer aus seinem Dornröschenschlaf aufwacht und den Tatsachen ins Auge blickt. Muslimische Terroristen morden weltweit und zwar ausdrücklich im Namen des Islam, und die Masse ihrer Glaubensbrüder schweigt - und zwar ohrenbetäubend.

22.6.17 10:20


Auserwählt und ausgegrenzt - der Hass auf Juden in Europa

So kann es laufen: Nachdem ARD und ARTE eine Fernseh-Studie über den neu entflammenden Antisemitismus in Europa in Auftrag gegeben hatten, machte die Verantwortlichen das Ergebnis wohl so sprachlos, dass man auf eine Ausstrahlung bis heute verzichtete. Das Unrecht am GEZ zahlenden Zuschauer, dem man die unbequemen Informationen wohl nicht zumuten wollte, machte ausgerechnet Bild Online gut, wo man den Beitrag am 14.06.2017 ganztätgig abrufen konnte. Inzwischen hat er seinen Weg natürlich auch nach Youtube gefunden. Wie lange er dort allerdings zu sehen sein wird, ist unklar, denn mit Wohlwollen wird man diese digitale Zweitverwertung wohl kaum betrachten.
So gut und informativ ich diesen unverzichtbaren Beitrag auch finde - auch hier kommt man leider, wie so oft, um undifferenzierte Pauschalisierungen nicht herum. So wird bspw. ganz am Anfang der Dokumentation als Beleg für den christlich motivierten Antisemitismus das Neue Testament, genauer 1. Thessalonicher 2, 14-16 zitiert, wo Paulus seinem Ärger darüber Ausdruck verleiht, dass er von seinen Landsleuten, den Juden, verfolgt und daran gehindert wird, das Evangelium zu verkünden. Wer glaubt dass Paulus, selbst ein Jude, ein Antisemitismus Förderer ist, der sollte vielleicht auch mal den Brief an die Römer und sein Loblied auf das jüdische Erbe lesen: "Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit."

16.6.17 09:14


Bei der Meinungsfreiheit schrillen die Alarmglocken - bei uns auch?

Ich habe es hier bereits mehrfach thematisert: Die Meinungsfreiheit ist spätestens seit dem Siegeszug der Political Correctness bedroht wie selten zuvor. Immerhin gelingen von Zeit zu Zeit noch kleine Etappensiege, wie jetzt beispielsweise dem Blogger Markus Hibbeler und seinem Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel. Die beiden hatten Facebook unter Androhung einer Klage dazu gebracht, einen islamkritischen Text Hibbelers wieder anzuzeigen, der zuvor gelöscht worden war. Auch eine siebentägige Sperre, mit dem das Netzwerk den Blogger bestrafen wollte, wurde vorzeitig wieder aufgehoben.

Facebook ist in jüngster Zeit immer stärker dadurch aufgefallen, dass man insbesondere islam- oder einwanderungskritische Beiträge ohne Vorwarnung löschte, die entsprechenden User einfach sperrte. Befeuert werden diese Anstrengungen von unserem Zensur-Rumpelstilzchen Heiko Maas, hauptberuflich ironischerweise Justizminister, der Anbietern wie Facebook astronomische Bußgelder androht, sollten sie "rechtswidrige" Inhalte nicht binnen 24 Stunden löschen. In der Begründung des Gesetzes findet sich der Satz: „Niemand muss hinnehmen, dass seine legitimen Äußerungen aus sozialen Netzwerken entfernt werden." Ein Anspruch der Nutzer, sich gegen Löschungen zu wehren, wird also immerhin anerkannt.

Gleichwohl hat sich gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ein breites Bündnis von Kritikern formiert. Unter anderem der Deutsche Journalisten-Verband und der Verband deutscher Zeitschriftenverleger fürchten um negative Konsequenzen für die Meinungsfreiheit. Und tatsächlich wirft das Anti-Hass-Gesetz bereits seine Schatten voraus. Steinhöfel sammelt auf der 2016 eigens eingerichteten Seite „Wall of Shame" Fälle von Personen, die bei Facebook offenbar zu Unrecht gesperrt wurden – oft, weil sie sich im Rahmen des Erlaubten kritisch zur Asylpolitik der Bundesregierung geäußert hatten. Auch bei Twitter werden immer wieder solche Nutzer oder deren Beiträge zurückgehalten.

Treffen kann die Twitter-Zensur jeden. Am Dienstag vergangener Woche wurde der Account des Autors Kolja Bonke abgeschaltet, der täglich Polizeimeldungen über Migrantenkriminalität mit süffisanten Kommentaren verbreitete. Wenige Tage zuvor wurde ein Beitrag des niederländischen Parlamentsabgeordneten Geert Wilders, einer der bekanntesten Islamkritiker Europas, in Deutschland blockiert. Und auch der ägyptisch-stämmige Autor Hamed-Abdel Samad muss sich beinahe täglich der Zensoren-Übergriffe erwehren.

So unbequem oder provokant einige gelöschte Tweets auch sein mögen - es muss sich jeder vor Augen führen, was hier passiert. Das private Unternehmen Twitter blockiert Meinungen, die vom immer enger werdenden Korridor des politischen Mainstream abweichen. Das Schrillen der Alarmglocken, die das auslösen muss, ist ohrenbetäubend. Denn Meinungsfreiheit gilt für alle – oder gar nicht.

9.6.17 13:40


Der evangelische Kirchentag - schön raus geputzt hat nichts genutzt

Zum 500jährigen Jubiläum der Reformation scheint der geistige Nachlaß des überzeugten Familienvaters Martin Luther seinen Erbpflegern nur noch peinlich zu sein. Zu dem Schluss muss man jedenfalls bei genauerer Betrachtung dessen kommen, was die EKD als "Kirchentag" zelebrierte.

Beispiel Ehe und Sexualität: Familie, die traditionelle jedenfalls, war für die Programmleitung des evangelischen Kirchentags denn auch mehr Sorgenthema als eines zum Freuen: Ob man noch Sex im Alter haben könne etwa. Natürlich musste auch die gefühlt allgegenwärtige Diskriminierung von homo- und intersexuellen Menschen wiederholt diskutiert werden, sowieso seit Jahren eines der Steckenpferde der EKD. Umjubelte Schau-Trauungen von gleichgeschlechtlichen Paaren komplettierten den „Kirchen-Event". Haben die Veranstalter da genau in ihre Bibel geschaut? Hätten Sie es getan, wäre evtl. doch ein stärkerer Fokus auf die traditionelle Familie gelegt worden.

Aber wer braucht schon eine Bibel, wenn der Barack Obama hat? In Fachkreisen "Obomber" genannt, liess sich der immer perfekt gestylte Ex-Präsident der Vereinigten Staaten den Auftritt nicht entgehen. Offenbar ist das Befehligen unzähliger Predator Killer-Dronen und der damit verbundene Tod hunderter Zivilisten kein Ausschlusskriterium für den Kirchentag. Ebenso wenig wie die Belieferung muslimischer Rebellen mit hochmodernen Waffen, die damit ein Blutbad unvorstellbaren Ausmaßes unter Christen in Syrien anrichteten. Obammy ist eben einfach verdammt cool, wen interessiert da schon seine katastrophale und menschenverachtende Politik?

Gerne beschworen wurden zudem das Abendland und "unsere Werte". Was damit gemeint ist, bleibt nebulös. Umgewertet wird alles nach Belieben, was im Leben stets Kontinuität und Halt gebracht hat. Dann wird es schön verpackt: Vom Inhalt bleibt jedoch meist nicht mehr viel. Wenn dann auch noch die hohen Kirchenfunktionäre genau das nachkauen, was die Regierungsparteien mundgerecht vorgekaut haben, ist die Farce vollkommen.

Der Kirchentag war ein Geschenk mit schöner Schleife drumherum. Nach dem Öffnen dann die Enttäuschung: Nichts drin. Beziehungsweise nicht das, was man finden wollte. Wie so oft. Wie eigentlich immer.

6.6.17 17:20


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