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Und noch ein Affen-Mensch

Presse und Medien berichten aktuell über die Ausgrabung versteinerter Überreste einer Zwischenform zwischen Affen und Menschen namens Ardipithecus ramidus oder kurz „Ardi“. Die angeblich 4,4 Millionen Jahre alten Überreste wurden bereits vor 15 Jahren in Äthiopien gefunden. Daraus wurde ein bruchstückhaftes Skelett rekonstruiert, das den Schädel eines Affen hat, die Arme und Hände eines Affen und die Beine und Füße eines Affen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, es würde sich um etwas anderes als eine ausgestorbene Affenart handeln, außer dem evolutionistischen Wunschdenken von Paläoanthropologen, die seit 150 Jahren verzweifelt nach dem angenommenen „Missing Link“ – dem fehlenden Bindeglied – zwischen Affen und Menschen suchen. Bei dieser Suche mussten sie ihre vermeintlichen Erfolge immer wieder revidieren, weil sich die Funde als Fälschungen erwiesen oder falsch interpretiert wurden – z.B. beim Neanderthaler, Java-Menschen, Piltdown-Menschen, Peking-Menschen und Nebraska-Menschen. So wie auch bei diesen früheren Funden wurde „Ardi“ rein spekulativ rekonstruiert: als aufrechte Frau mit kargem Fell und Affenkopf und -gliedmaßen. Zumindest ihre Körperhaltung ist definitiv falsch dargestellt, nämlich selbst die Ardi-Forschergruppe gibt zu, „dass Ardipithecus ramidus zwar noch überwiegend ein Baumbewohner war, sich jedoch auch zumindest zeitweise am Boden aufrecht fortbewegen konnte, wenngleich in einer primitiveren Weise als "Lucy“, einem ähnlichen Fund. Wie bei letztgenanntem wird aber selbst von evolutionistischen Fachleuten in Frage gestellt, ob diese Kreaturen sich auch nur zeitweise aufrecht fortbewegten. Ian Tattersall, Kurator des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte, gab gegenüber National Public Radio zu, dass “manche Leute sogar behaupten, es gäbe [bei Ardi] überhaupt keine Hinweise für aufrechte Fortbewegung“ (“Researchers Unearth A Hominid More Ancient Than Lucy,” NPR, Science 2.10. 2009). Andererseits können selbst Rhesusaffen beträchtliche Strecken aufrecht zurücklegen, doch sind sie sicher keine „Missing Links“. Andere Wissenschafter behaupten, Ardi sei dem Schimpansen so ähnlich, dass sie vermutlich der seit langem gesuchte Urahn des Schimpansen und nicht des Menschen sei. (Ann Gibbons, “In Search of the First Hominids,” Science, 15.2.2002). Das Time-Magazin berichete: “Wenn Paläoanthropologen die Funde untersuchen, kommen sie zu unterschiedlichen Interpretationen, wie Ardi sich fortbewegte oder was sie über den letzten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Schimpanse offenbart” (Michael Lemonick und Andrea Dorfman, “Excavating Ardi: A New Piece for the Puzzle of Human Evolution,” Time, 1.10. 2009). Dabei ist wichtig zu beachten, dass das Becken von Ardi „in zu Splittern zerschmettertem Zustand gefunden wurde und langwierig digital rekonstruiert werden musste“. Das erinnert an die gewagte „Rekonstruktion“ des Beckens von Lucy, die schließlich und schlussendlich zur gewünschten Form führte, um die Hypothese des aufrechten Ganges zu „beweisen“. Im Westen nichts Neues.
20.10.09 15:57
 


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