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Bye Bye Australia

Australien dürfte sich wohl nach dem Torfestival der Deutschen gestern Abend keine allzu großen Chancen mehr auf ein Weiterkommen ausrechnen. Die Überschrift hat für mich allerdings nicht nur in fussballerischer Hinsicht Relevanz, sondern bezieht sich auch auf die Tücken eines Australien Trips, welche mir erst kürzlich bewusst wurden. Es geht um Tiere. Die gefährlichsten Tiere der Welt, um genauer zu sein.

Für den gepflegten Nervenkitzel braucht es nämlich keine schlurfenden Zombies oder Aliens aus dem Andromeda-Nebel, ein Blick auf die Tierwelt unseres Planeten reicht meist vollkommen aus, um das schaurig-schöne Gefühl der potentiell vorhandenen Bedrohung geniessen zu können. Potentiell deshalb, weil man schon ein Stückchen reisen muss, um in die Reichweite der garstigen Viecher zu gelangen. Nun gut, auch der Rottweiler meines Ex-Nachbarn warf mir bei jeder Begegnung unheilschwangere Blicke zu und bei einer Begegnung in freier Wildbahn wäre es vielleicht irgendwann zum Showdown Mensch gegen Tier gekommen, aber ansonsten ist man in Deutschland mit seinen Füchsen und Blindschleichen doch relativ sicher, auch wenn gelegentlich ein marodierender Bär oder Wolf auf sich aufmerksam macht.

Da müssen unsere afrikanischen Nachbarn schon etwas wachsamer sein. Hier machen nicht nur Löwen den Einheimischen das Leben schwer, sondern offenbar noch in viel größerem Maße Elefanten und Flusspferde. Auf der Gefährlichkeitsskala punkten sie dabei vor allem durch ihr beträchtliches Gewicht, welchem der durchschnittlich gebaute Mensch kaum etwas entgegen zu setzen haben dürfte. Vor dem Löwen dürfen wir uns dagegen relativ sicher fühlen, angeblich munden ihm Menschen gar nicht so sehr. Todesstatistiken scheinen diese These zu bestätigen. Wenn da bloß nicht immer diese Ausnahmen wären. Schließlich hat man bis zum heutigen Tag nicht abschließend klären können, warum zwei Löwen im Jahr 1898 beim Bau einer Eisenbahnbrücke im heutigen Kenia zwischen 14 und 135 Arbeiter angriffen und verspeisten. John Henry Patterson, der Leiter des Bauprojektes, brauchte geschlagene neun Monate, um die beiden unheimlichen Jäger zu erlegen, deren Überreste man sich im Field Museum of Natural History in Chicago ansehen kann. Die Geschichte wurde mit einigen fiktiven Ergänzungen von Hollywood in dem Film "Der Geist und die Dunkelheit" verarbeitet.
Auch der weiße Hai ist seit Steven Spielberg Horror-Streifen aus dem Jahr 1975 ein nicht besonders gern gesehener Gast an den amerikanischen Küsten. Sieht man sich Dokumentationen über das vor Kraft strotzende Ungetüm an, wird immer wieder betont, der Hai werde dem Menschen nur selten gefährlich, weil dieser nicht in sein Beuteschema passe. Die Bilder von einsam im Meer umher treibenden Surfbrettern, die jedes Jahr wieder in den Nachrichten zu sehen sind, lassen mich allerdings von Zeit zu Zeit daran zweifeln, dass der Hai diese beschwichtigende Aussage ebenfalls unterschreiben würde.

Auffällig ist, mit was für einer Anmut die meisten anderen der eher zu meidenden Meeresbewohner daher kommen. Die Portugiesische Galeere, eine hochgiftige Seeblase, oder die Seewespe sind nicht nur extrem gefährlich, sondern von ihrem äußerlichen Erscheinungsbild her auch außerordentlich beeindruckend. Schönheit und Tödlichkeit können nicht nur in der griechischen Mythologie eine bizarre Symbiose eingehen.
Gänzlich vom Reiseplan gestrichen habe ich den eingangs angeführten australischen Kontinent. Wer hier unterwegs ist, sollte seine Notdurft besser im mitgebrachten Dixiklo verrichten. Andernfalls könnte es, gerade bei Männern, leicht zu einer extrem unangenehmen Begegnung mit der Rotrückenspinne kommen, da die Biester, deren Biss extrem schmerzhaft ist, tatsächlich gerne unter der Toilettenbrille lauern. Da sag noch mal einer, Stehpinkler wüßten nicht, was sich gehört.


14.6.10 18:52
 


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