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Mensch gegen Maschine jetzt auch im Pub

In den Vereinigten Staaten ist unter der Regie einiger kreativer Tüftler ein Billard-Roboter mit beeindruckenden Fähigkeiten entstanden. Der us-amerikanische Elektronik Konzern Willow Garage hatte an ausgewählte Entwickler in der ganzen Welt einen ihrer fortschrittlichen PR2-Roboter ausgeliefert, welche diesem eigentlich eher nützliche Tätigkeiten wie Aufräumen, Müll rausbringen oder Bier holen beibringen sollten.

Der an einen überdimensionalen Staubsauger mit Armen erinnernde Roboter verfügt über ein sehr fortschrittliches System zur Wahrnehmung seiner näheren Umgebung. “Sehen” tut der PR2 mittels einer hochauflösenden Kamera an seinem oberen Ende, während ein Laserscanner ein räumliches Abbild der näheren Umgebung liefert. Diesen ausgetüftelten Wahrnehmungssinn haben die einfallsreichen Jungs vom Poolshark Entwickler-Team dazu genutzt, um ihrem metallenen Schützling eine der schönsten Nebensachen der Welt zu vermitteln: das Billard spielen. Mit Hilfe der Laserscanner ortet der PR2 zunächst die Tischbeine und “weiß” somit, wo sich das Spielgeschehen abspielt. Die Kamera dagegen hat immer die Tischoberfläche im Auge, welche die erfassten Daten an einen Computer weiter leitet, auf dem ein Billardprogramm läuft. Dieser errechnet dann Winkel und Kraft des auszuführenden Stoßes, auch wenn das offensichtlich manchmal etwas länger dauert.
In der Standardausführung besitzt PR2 übrigens nur Greifer, weshalb man extra für diese Anwendung eine Kunststoffplatte mit einem mittigen Loch an den feinmotorischen R2/D2 Nachbau anbringen musste.
Der von Poolshark modifizierte Roboter ist beiliebe nicht der erste, gegen den man beim Billard spielen den Kürzeren ziehen könnte. Bereits im letzten Jahr machte der von der Universität in Queens erdachte und in Anlehnung an den berühmten Schachcomputer benannte „Deep Green“ von sich reden. Dennoch überzeugt PR2 mit einer imposanten Präzision beim Einlochen, auch wenn er dafür gelegentlich länger nachdenken muss. In gerade mal einer Woche will man dem Blechkameraden den eleganten Queue Schwung als Nebenprojekt beigebracht haben.

Faszinierend, wie viele moderne Errungenschaften und kleine Technikwunder quasi als Abfallprodukte Entstehung finden. Ist nicht auch der Taschenrechner ein Nebenprodukt der Raumfahrtforschung?
Wie auch immer, Poolshark gebührt anerkennender Respekt dafür, dass sie es geschafft haben, dem PR2 eine doch relativ komplexe Funktion innerhalb von nur einer Woche zu verpassen. Man fragt sich natürlich, welche Fähigkeiten Roboter in der Zukunft wohl noch erlernen könnten. Dem einen oder anderen wird beim Gedanken an den Homunkulus vielleicht etwas flau im Magen. Wer weiß, ob uns die mechanischen Helferlein nicht eines Tages Leid sind und den terminatorgleichen Aufstand üben? Wenn die bis dahin allerdings nicht ein wenig fixer sind, haben wir wohl nicht viel zu befürchten.

 


16.4.12 14:07
 


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