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Nazis im Weltraum

"Iron Sky" konnte sich bereits am Tag seiner ersten Bekanntgabe der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sicher sein - eine finnische, teilweise Internet-finanzierte "Nazis im Weltraum" Produktion? In Timo Vuorensolas alternativer Version der Menschheitsgeschichte konnten die Nazis 1945 nicht wirklich besiegt werden. Stattdessen flohen sie in den Weltraum, richteten sich eine Basis auf der erdabgewandten Seite des Mondes ein und planen seitdem ihre triumphale Rückkehr mit einer Armada von Raumschiffen als Teil der Operation "Meteor Blitzkrieg".

"Iron Sky" ist, wie bereits die Trailer vermuten ließen, eine effektgewaltige CGI Show, von der man sich wegen der kaum ernst zu nehmenden Prämisse einiges an satirischem Potential zu erhoffen wagte. Alleine die Besetzung mit dem für die Rolle des uniformierten Mondführers wie geschaffenen Udo Kier ließ die Erwartungen an diese tarantinoesque Produktion in buchstäblich astronomische Höhen wachsen. Leider werden diese nicht erfüllt. Damit soll nicht gesagt werden, dass "Iron Sky" ein schlechter Film sei. Aber er wird eben zu keinem Zeitpunkt der Hoffnung auf das bizarr-unterhaltsame Kinoerlebnis gerecht, welche die Werbezeile "1945 flogen die Nazis zum Mond. 2018 kommen sie zurück" ausgelöst hatte.

Vuorensola und Produzent Samuli Torssonen haben in der sechsjährigen Produktionsphase den eigentlich löblichen Versuch unternommen, eine möglichst große Online Community nicht nur in die Finanzierung, sondern auch in den kreativen Schaffensprozess einzubeziehen. "Iron Sky" ist vielleicht ein deutlicher Beleg für die Begrenzungen, die dieser Herangehensweise immanent sind, da einmal mehr deutlich wird, dass humoristische Unterhaltung einer eher seltenen Gabe bedarf und das Fehlen eben dieser auch durch den größten CGI Firlefanz nicht kompensiert werden kann.

Ohne Zweifel: "Iron Sky" sieht von den gigantischen Nazi-Raumschiffen bis zur Weltraum-Basis im ausgezeichnet eingefangenen Steampunk Look klasse aus. Was den Film aber deutlich von Genreklassikern wie beispielsweise Paul Verhoevens "Starship Troopers" unterscheidet, ist zum einen das Fehlen von dramaturgischem und humoristischem Timing, als auch und vor allem die tiefschwarze Bissigkeit von Letztgenanntem. Es bleibt daher eine gute Idee, die leider nur mittelmäßig und viel zu harmlos umgesetzt wurde.


24.4.12 19:28
 


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