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Iya Traore und sein Ball

Es gibt sicher nicht viele Menschen auf der Welt, die zu so einer Balljonglage fähig sind, wie Football-Freestyler Iya Traore. Der 1986 in Kébéya/Guinea geborene Ausnahmeartist ist für seine Darbietungen immerhin mit dem Titel „Freestyle Weltmeister 2007“ ausgezeichnet worden. Freestyle Fußball hat seine Anfänge in den 80er Jahren und seine Pioniere sind Ballkünstler wie Maradona, Mr. Woo, Francis Brunn oder Enrico Rastelli. Die Sportart entwickelte sich über die Jahre weiter und entfernte sich dabei eher vom Kombo-orientierten Stil, hin zu einer eher Performance-orientierten Ausübungsart, wie man das ja sehr plastisch am Beispiel Iya demonstriert bekommt. Geführt werden darf der Ball mittlerweile übrigens mit jedem Körperteil, also auch mit den Händen. Wichtig ist nur, dass das Gesamtbild artistisch und in gleichem Maße elegant aussieht. Freestyle Fußballer erringen dabei mehr und mehr Aufmerksamkeit auch auf dem Fernsehbildschirm. In Talentshows wie "Britain's Got Talent" oder "Deutschland sucht das Supertalent" sieht man immer häufiger Kandidaten, die zusammen mit einem Ball die Bühne betreten. Gleichzeitig entwickelt diese Sportart ein immer schärferes Profil und ist somit vielleicht schon bald zu groß für die Schublade "sonstige künstlerische Darbietung". Freestyle Fußball verdankt seine wachsende Beliebtheit dabei nicht nur dem Enthusiasmus und der Hingabe, mit der viele Künstler ihre Fähigkeiten meistens vor einem johlenden Straßenpublikum darbeiten. Auch große Sportkonzerne wie Nike haben das Potential dieses sehr ästhetischen Abfallprodukts des Profifußballs mittlerweile erkannt. Der Werbekampagne "Joga Bonito" verlieh beispielsweise Eric Cantona sein Gesicht. Mit den Worten "You only make beautiful music, if you know how to play in an orchestra" begrüßte er die Zuschauer, die daraufhin einen Blick in die Umkleidekabine der brasilianischen Nationalmannschaft werfen und unter anderem Ronaldinho, Ronaldo und Roberto Carlos beim Hacke-Spitze-Eins-Zwei-Drei spielen zwischen Spind und Duschkabine beobachten durften. Kein Wunder also, dass viele Youngster alles daran setzen, es ihren großen Vorbildern gleich zu tun und emsig an sich und ihren feinmotorischen Fähigkeiten arbeiten. Freestyling benötigt ausdauerndes Training und natürlich viel Geduld. So wie Viggo Mortensen alias "Aragorn" bei den Dreharbeiten zum "Herrn der Ringe" keinen Schritt, auch außerhalb des Drehgeländes, ohne sein Schwert gemacht hat, sollten auch ambitionierte Freestyler den Ball am besten auch mit unter die Dusche nehmen. Machen die Brasilianer ja schließlich auch. Darin liegt wohl auch ihr ungeheures spielerisches Feingefühl begründet. Denn ein guter Freestyler muss ganz automatisch auch ein technisch besserer Fußballspieler sein. Iya Traore soll angeblich auf der Suche nach einem Verein sein. Ob ihm seine imposante Balljonglage einen Job als Profifußballer beschert - wer weiß.

23.5.12 17:34
 


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