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Barbados vs Grenada - Fussballwahsinn pur

Mann was bin ich froh, dass die Gruppenphase vorbei ist, endlich klare Verhältnisse. Denn wie war das vorher? Wenn die Ukraine ein Tor schießt, Frankreich aber keins und die Schweden in der ersten Halbzeit gegen den Wind spielen, ist England weiter. Macht aber England ein Tor und die Schweden spielen gegen Frankreich zuerst gegen die Sonne, dann kann die Urkaine sich aus eigener Kraft nicht mehr retten, es sei denn, in China fällt ein Sack Reis um?

Man muss lediglich sechs bis acht Semester Mathematik studiert haben und schon erschließen sich die neuen Vorrunden-Regeln dieser EM wie von selbst. Und es ist doch nur richtig, den gemeinen Fußballfan ein wenig zu fordern. Nur auf dem Sofa herumsitzen und zu wissen: „Aha, wer die meisten Tore geschossen und die meisten Spiele gewonnen hat, der ist weiter“ – das ist ja nun wirklich ein wenig zu simpel. Da muss Anspruch rein.

Udo Muras, Kolumnist bei der Tageszeitung „Die Welt“, ist allerdings, was das betrifft, vollkommen humorlos und schreibt: „Nur gut, dass es nicht zum Äußersten kam. Wir stellen uns nur mal vor, Michel Platini hätte den kroatischen Fans im Stadion mit Megafon in der Hand erklären müssen, dass sie wegen des um drei Hunderstel schlechteren Uefa-Koeffizienten leider nach Hause fahren müssten.“

Das soll nicht möglich sein? Aber sicher doch. Dieser Koeffizient ist das sechste von acht (!) Kriterien, nach denen entschieden wird, welches von zwei oder drei punktgleichen Teams das bessere ist. Da sage noch einer, Spiele werden auf dem Platz entschieden.

Auch die FIFA, das ist die, die für die WM zuständig ist, hat sich schon sehr in Sachen Spielregeln bemüht. Legendär die zum Gold Cup in der Karibik eingeführte Regel, wonach ein Vorrundenspiel bei einem Remis verlängert werden musste, bis zum ersten Tor – dem Golden Goal. Das wäre ja noch einfach, aber:

Das Golden Goal sollte dann in der Tabelle doppelt zählen. Und dann passierte es:

Es ergab sich nun im letzten Vorrundenspiel, dass Barbados gegen Grenada einen Sieg mit zwei Toren brauchte. Drei Minuten vor Schluss, es stand 2:1, hatte Barbados eine Superidee: Lasst uns doch in die Verlängerung gehen, da zählt das Siegtor doppelt.

Was also geschah?

Richtig, Barbados schoss erst einmal ein Eigentor. Es stand 2:2. Doch man hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Grenada hatte überhaupt keine Lust auf Verlängerung. Der Mannschaft hätte eine knappe Niederlage zum Weiterkommen gereicht.  Was machte Grenada also nun folgerichtig? Richtig. Man stürmte halt auf beide Tore! Es war ja aus Sicht von Grenada egal, ob man bei sich selbst oder beim Gegner den Ball reinschoß. Barbados wiederum sah sich nun gezwungen, beide Tore zu verteidigen. Das eigene, und das des Gegners …

Wie das Spiel ausgegangen ist?

Barbados hat es tatsächlich geschafft, beide Tore zu verteidigen und in der Verlängerung ein Tor zu schießen. Das Golden Goal...


28.6.12 10:00
 


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