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Downloaden verboten

Wenn man dieser Tage eine Volks-Umfrage machen würde, welche iPhone Applikation die Befragten am liebsten nicht sehen möchten, dann könnte die iPhone Vuvuzela mit großer Wahrscheinlichkeit ganz weit vorne landen. Denn bei vielen Fußballfans dürfte dieses Instrument, von welchem viele inzwischen annehmen, dass es in den tiefsten Tiefen der Hölle gefertigt wurde, in der Beliebtheitskala ziemlich weit unten rangieren und hooliganartige Emotionsausbrüche verursachen.


Aber wenden wir uns zunächst dem Objekt der Abscheu zu. Die iVuvuzela ist eine downloadbare und leider kostenlose Applikation, welche den berüchtigten Trötsound der afrikanischen Vuvuzela imitiert. Das auch als Lepatata bekannte Instrument gibt es für das iPhone in sechs verschiedenen Farben und soll dazu dienen, seine Freunde mit einem der "irritierendsten und beunruhigendsten" Töne zu überraschen und ihnen damit zu zeigen, was für ein leidenschaftlicher Fußball Fan man doch ist.
Die Wahrheit dürfte den meisten wohl zwischenzeitlich bekannt sein: Kaum ein Instrument hat es innerhalb kürzerer Zeit geschafft, sich dermaßen das eigene Image zu versauen. Die WM 2010 wird vielen als die WM des akustischen Terrors im Gedächtnis bleiben. Schließlich erschaffen die Fans vor Ort durch den permanenten und tausendfachen Gebrauch der Vuvuzela eine für das Fernsehzuschauerohr sehr unangenehme Klangkulisse, welche von den Gepeinigten nicht umsonst auf den Namen "Stadion-Tinnitus" getauft wurde. Die übertragenden Sender erhalten Dutzende Anrufe, in denen sich Zuschauer über die permanente Tonpanne beschweren oder wissen wollen, warum man das Stadion Mikrofon neben einem Wespennest aufgebaut habe.
Der breiige Trötkrach erstickt dabei nicht nur sehr effizient die sonst so mitreißende Stadionatmosphäre, sondern macht auch den Akteuren auf dem Platz das Leben schwer, die sich verbal kaum noch verständigen können und dadurch zu Improvisationen bei der internen Team Kommunikation gezwungen wurden. "Es ist unmöglich sich mitzuteilen, wenn man wie taub ist", wurde nach dem Spiel seiner Argentinier der Weltfußballer Lionel Messi zitiert.
Die Thematik sollte zumindest den Fernsehsendern eigentlich hinlänglich bekannt sein. Schließlich hatte der alles überlagernde Sound schon vor einem Jahr beim Confed-Cup in Südafrika für Probleme gesorgt, wenn auch nicht vor einer so großen Zuschauerschaft. Ob sich allerdings etwas ändern wird, ist mehr als fraglich, schließlich wird immer wieder betont, man habe keinen Einfluss auf das von der Fernsehproduktionsfirma HBS zur Verfügung gestellte Material.
Ich glaube es ist klar geworden - mit der Vuvuzela sollte man zur Zeit besser keine Werbespots drehen. Mehr noch, am besten sollte man sich mit dem ungeliebten Blasinstrument derzeit überhaupt nicht blicken lassen. Die vielen Petitionen und Anti-Vuvuzela-Gruppen, welche inzwischen auf sich aufmerksam machen, sprechen eine deutliche Sprache. Wenn man also schon immer mal geteert und gefedert werden wollte, dann sollte man sich die iPhone Vuvuzela unbedingt herunter laden und so oft wie möglich benutzen.

18.6.10 10:26
 


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