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Es ist nicht so, wie es aussieht...

Mein derzeit bester Freund ist EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Er ist der Erfinder der flexiblen Wortakrobatik. Der Fluxkompensator der EU. Kaum jemand nutzt das gesprochene Wort so elegant wie er. Und weil die meisten Journalisten nicht nachfragen, stehen dann Sätze wie „Ich will nicht die Spareinlagen der Deutschen nehmen und damit die Spareinlagen der Spanier absichern. Das ist undenkbar!“ beruhigend im Raum.

Dabei signalisiert genau dieser Satz allerhöchste Gefahr. Denn wenig später sagt Barrosso: „Aber ich möchte eine europäische Perspektive!“ Nun das Ganze nochmal zusammen: „Ich will nicht die Spareinlagen der Deutschen nehmen und damit die Spareinlagen der Spanier absichern. Das ist undenkbar! Aber ich möchte eine europäische Perspektive!“

Übersetzt:

Die deutsche Spareinlagensicherung soll ja gar nicht für einzelne Länder in Europa herhalten, sondern für alle. Wenn also 10 Kinder 6 Förmchen haben, 2 Kinder haben zwei, zwei Kinder jeweils eins und 4 Kinder gar keins, werden einfach alle Förmchen in einen Topf geschmissen – und am Ende hat jedes Kind 0,6 Förmchen. Keines der Kinder kann mehr damit spielen, aber das Ziel ist erreicht: die europäische Perspektive.

Ähnlich elegant in Sachen Wortakrobatik wie Herr Barroso war seinerzeit Bill Clinton. Er wurde gefragt, ob er als junger Mann nun Marihuana geraucht habe oder nicht. Seine höchst geniale Antwort: „Yes, I did - but I did not inhale."

Ähnlich schlau seine Antwort, auf die pikante Enthüllung, dass er in seinem Office durch die Praktikantin Lewinsky eine höchst persönliche Intimteilbesichtigung hat durchführen lassen. Konfrontiert mit dem Vorwurf, er hätte Sex mit ihr gehabt, konnte er getrost antworten: „I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky.“

Wie auch. Soll ja schließlich ein sehr einseitiges Vergnügen gewesen sein…

Berlusconi, Italiens Ex-Staatschef ist auch so ein Könner:

Als die Fotos seiner Partys auftauchten, auf denen junge Frauen im Tanga tanzen, sagte er wörtlich: „Hand aufs Herz, ich war es nicht. Und wenn doch, dann war alles unschuldig“. Da bekommt der Spruch „Ihm ist das Herz in die Hose gerutscht“ doch gleich eine ganz neue Bedeutung…

Argentinier stehen dem natürlich nicht nach. Zum Beispiel Diego Maradona, nach einem Handspiel-Tor im Viertelfinale der Fußball-WM in Mexiko 1986: „Es war der Kopf Maradonas und die Hand Gottes“

Weniger die Hand, denn ein Revolver war es, der den legendären „Two and a half men"-Schauspieler Charlie Sheen 1990 in Bedrängnis brachte. Er hatte seiner Verlobten in den Arm geschossen. Die großartige Ausrede: „Es war ein Versehen. Ich habe vergessen, dass ich einen Revolver in der Hosentasche hatte.“ Womit sich der Kreis zu Bill Clinton schließt. Immer wieder überraschend, was man so an und in der Hose hat.

Bliebe noch die dümmste und männlichste aller Ausrede:

Eine, die garantiert NIEMALS funktioniert, und eine, die wohl jede Frau schon einmal in ihrem Leben gehört hat: „Es ist nicht so, wie es aussieht…“ Könnte glatt von Barroso sein. „Die deutschen Spareinlagen werden von Spanien beansprucht? Es ist nicht so, wie es aussieht…“ Ja, aber wie ist es denn dann? Ach ja richtig – da war ja noch was mit der europäischen Dimension…
19.9.12 18:01
 


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