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Von der Realität eingeholt

Der Boden der Realität ist bekanntlich ziemlich hart und kalt. Keine schöne Zeit also für die vielen Traumtänzer, Besserwisser und Schönredner, die in den vergangenen Wochen und Monaten nicht müde wurden zu betonen, so weit wie jetzt würde es niemals kommen. Also feilte man an politisch korrekten Fantasy-Verbrechensstatistiken, verpasste der Polizei einen Maulkorb, denunzierte die Warner als „rechtes Pack“ oder postete bei Facebook Bilder von weinenden Flüchtlingskindern.
Geholfen hat das Ganze freilich nicht. Denn der Terrorwelle, die gegenwärtig über Europa rollt, sind diese taktischen Spielereien ziemlich egal. Die Meldungen über Säbel, Machete oder Dönermesser schwingende Attentäter kommen in einer Schlagzahl herein, die einem die Verarbeitung beinahe unmöglich machen.

Das Unglaubliche: Selbst jetzt, wo eigentlich selbst der Allerletzte gemerkt haben sollte, in welcher Situation wir uns befinden, versucht man noch immer die Realität zu vernebeln. Beispiel gefällig?
Am Sonntag, den 24. Juli erschlägt ein 21-jähriger Syrer nachmittags eine Frau mit einer Machete und verletzt fünf weitere Menschen. Schon am selben Abend lässt uns die Polizei wissen, was sie in unnachahmlich schneller Ermittlungsarbeit unzweifelhaft heraus gefunden hat: Keine Sorge, hier handelt es sich um eine in (leider destruktiver) Leidenschaft begangene Beziehungstat.
In den polnischen Medien wird die Sache dagegen etwas anders dargestellt. „Jola“ habe seit einen Jahr in Reutlingen gewohnt, zuerst als Putzfrau gearbeitet und vor drei Monaten einen Job als Küchenhilfe in einem Kebab-Laden bekommen. Dort habe der Syrer ein Auge auf sie geworfen, „Jola“ habe seine Avancen zurückgewiesen, er sei ihr „seltsam“ vorgekommen. Am Tage der Tat sei er gegen 16.30 in dem Lokal erschienen und habe „Jola“ mit einer Machete angegriffen. Sie habe versucht zu fliehen. An der Türschwelle sei sie dann, tödlich getroffen, zusammengebrochen. Während deutsche Medien berichten, die 45-Jährige sei „offenbar schwanger“ gewesen, heißt es in dem polnischen Bericht, sie habe vier Kinder hinterlassen, im Alter zwischen acht und 23 Jahren. Diese wiederum kommen in den deutschen Berichten nicht vor. „Beziehungstat“ hört sich eben viel romantischer an.

„Die ärgste Krankheit, von der ein Mensch befallen werden kann, ist die Gleichgültigkeit“ sagte der österreichische Lehrer, Dichter und Aphoristiker Ernst Ferstl. Zitiert hatte ihn der von mir sehr geschätzte Ismail Tipi, der in seinem jüngsten Beitrag die Frage stellt, ob es Gleichgültigkeit ist, die unsere Gesellschaft so lähmt. Die Gleichgültigkeit, so Tipi weiter, koste inzwischen viele unschuldige Menschen das Leben.

Eine unheimliche Stille

Und trotzdem sind wir weiter still. Geht eine Horde Rechtsradikaler auf ein Flüchtlingsheim los, dann bilden sich umgehend Menschen- Lichterketten gegen Gewalt. Werden Menschen von Migranten, Salafisten oder IS-Terroristen barbarisch angegriffen, passiert überhaupt nichts. Man muss ja schließlich tolerant sein und Verständnis aufbringen für diese traumatisierten Menschen. Und wenn sich deren psychische Labilität mit krimineller Energie vermischt – tja, dann muss man halt auch damit leben. Beziehungsweise sterben, falls man Pech hat und sich gerade in Messer- oder Nagelbomben-Reichweite befindet.

Auch unsere Regierung übt sich weiterhin in ferienzeitlichem Müßiggang und macht keine Anstalten Personen die sich strafbar machen, extremistisches Gedankengut befürworten oder unsere Kultur mit Füßen treten auszuweisen. Der Asylantrag des Flüchtlings, der sich in Ansbach in die Luft gesprengt hat, wurde bereits vor zwei Jahren abgelehnt. Warum war er noch immer hier, wurde geduldet und die Abschiebung nach Bulgarien geschah nicht? All diese Fragen werfen große Lücken auf, Lücken die durch die enorme Flüchtlingswelle entstanden sind und die es jetzt endlich zu schließen gilt.

Und immer wieder : Allahu Akbar

So oft man uns die Täter auch als traumatisiert, lobotomisiert oder einfach gestört verkaufen möchte: Eine zentrale Rolle in der gegenwärtigen Terrorwelle spielt der Islam. Der Islam schlägt einen Keil zwischen die Muslime und die Mehrheitsgesellschaft. Nur wenn Muslime es schaffen, sich von ihrer Religion zu emanzipieren oder sie zumindest kategorisch zur Privatsache zu erklären, kann Integration gelingen. Danach fragt nach dem Willen Merkels an der Grenze aber niemand. Dabei ist es überaus wichtig zu wissen, wer zu uns ins Land kommt.

Diese Forderung ist evident und wird umso gewichtiger, je mehr man auf all jene Länder schaut, die diese Probleme, mit denen wir aktuell in immer stärkerem Maße konfrontiert werden, nicht haben. Als Beispiele seien nur einmal Polen und Ungarn genannt. Niemand diskutiert in diesen Ländern über Burkiniverbot in Schwimmbädern, Burkaverbot auf den Straßen, über Schweinefleisch in Schulkantinen, über das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Ämtern oder den Neubau von Moscheen in den Städten.

Bunte Probleme

Natürlich lassen uns die Medien, die sich von niemandem die moralische Deutungshoheit streitig machen lassen, in regelmäßigen Abständen wissen, dass diese Länder uns kulturell unterlegen sind. Denn wären sie so weltoffen wie wir, hätten sie diese bunten Probleme auch. Ich vermute allerdings, dass man dort mit diesem Vorwurf ganz gut leben kann.

Das trifft übrigens auch auf mich zu: Wer mich nur deswegen, weil ich Kritik am Islam und der Asylpolitik äußere, als Rassisten, Rechtsaußen, Nazi oder was weiß ich was bezeichnen möchte, der kann das gerne tun. Mir ist das inzwischen vollkommen wurscht.

Unser Leben wird sich spürbar verändern und wir werden uns wohl an israelische Verhältnisse gewöhnen müssen. Bewaffnete Sicherheitsleute werden dazu gehören, die man dann an Orten patroullieren sieht, die einem vorher nie als Risikozone in den Sinn gekommen wären. Unser Misstrauen wird größer und wir werden uns dabei ertappen, wie wir andere Menschen an öffentlichen Plätzen aus den Augenwinkeln kritisch beäugen um hoffentlich rechtzeitig zu erkennen, wer Böses im Schilde führt. Und es werden immer mehr von uns Gast auf einer Beerdigung sein, weil leider ein Freund oder Verwandter zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Wir werden uns an diesen Terror gewöhnen, seine unangenehme Realität akzeptieren müssen, wenn wir hier bleiben. Soll es mit dieser Gesellschaft besser und nicht weiter schlechter werden, muss man sich das zumindest mal ehrlich eingestehen. Ein Kampf gegen muslimische Hassrede im Internet, gegen antisemitische Demos auf unseren Straßen und der Entschluss zu einer kontrollierten, vernünftigen Asylpolitik wären ein Anfang. Aber ob der jemals gemacht wird, erscheint mir sehr zweifelhaft.
3.8.16 21:37
 


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